DGRV.de > Aktuelles > 12/11/2017


DGRV-Kurzzeitexperten in der Türkei

Das bestehende Genossenschaftsgesetz verbessern oder doch ein ganz neues aufsetzen? Diese Frage beschäftigt derzeit den türkischen Genossenschaftssektor. Anlässlich der internationalen Genossenschaftsmesse „Uluslararasý Kooperatifler Fuarý“, die vom 7 bis 10. Dezember in Ankara stattfand, haben Kurzzeitexperten aus Deutschland ihre Erfahrungen in die Diskussion mit eingebracht.

Der Austausch fand im Rahmen einer deutsch-türkischen Verbändekooperation statt, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. In dem DGRV-Projekt sollen landwirtschaftliche Genossenschaftsverbände befähigt werden, ihren Mitgliedsgenossenschaften bessere Dienstleistungen anzubieten. Das Ziel: Die kleinstrukturierten Familienbetriebe in der türkischen Landwirtschaft sollen besser von ihren Genossenschaften nachhaltig unterstützt werden.

Die Projekt-Maßnahmen reichen von Weiterbildungsprogrammen über praktische Instrumente wie standardisierte Milchabnahmeverträge bis hin zur Bündelung der Interessenvertretung durch die Verbände. Vor allem bei der von der türkischen Regierung angestrebten Überarbeitung des Genossenschaftsgesetzes hat man sich gemeinsam eingebracht. Ein wesentlicher Punkt ist die Einführung einer genossenschaftlichen Prüfung durch Verbände.

Ein anderes wichtiges Thema ist die genossenschaftliche Energiewende. Hierzu präsentierte Jürgen Schenzel, Vorstand der Raiffeisenbank Lorup, die Windenergieprojekte seiner Bank. Auch die landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Türkei möchten ökonomisch von der Energiewende profitieren. Dazu muss aber der rechtliche Rahmen stimmen.




Jürgen Schenzel, Vorstand der Raiffeisenbank Lorup,
berichtete im Workshop über die Windenergieprojekte seiner Bank.