Europäische Genossenschaften bedauern Brexit

Die europäischen Genossenschaften bedauern den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. „Das Votum der britischen Bevölkerung ist eine große Herausforderung für Europa. Es wird aber nicht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren britischen Mitgliedsorganisationen und Genossenschaften in Frage stellen“, sagt Dirk J. Lehnhoff, Präsident des europäischen Dachverbands der Genossenschaften Cooperatives Europe und Vorstandsmitglied des DGRV.

Mit Blick auf die gemeinschaftlichen Aktivitäten der europäischen Genossenschaftsorganisationen werde der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union aber seine Spuren hinterlassen: „Vor allem für die gemeinsame Vertretung der genossenschaftlichen Interessen gegenüber der EU-Kommission und dem EU-Parlament wird uns die Stimme der britischen Genossenschaften fehlen“, so Lehnhoff weiter.

In Großbritannien hat das Genossenschaftswesen eine lange Tradition. Die Wurzeln der konsumgenossenschaftlichen Bewegung im englischen Rochdale oder die Initiativen des britischen Genossenschaftspioniers Robert Owen sind weltweit eine Inspirationsquelle für die Entwicklung eigener genossenschaftlicher Strukturen. Mit 6.800 Unternehmen, 15 Mio. Mitgliedern und 34.000 Arbeitnehmern sind die britischen Genossenschaften ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der genossenschaftlichen Gruppe Europas.

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