Stellungnahme zum Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften hat am 21. August 2015 eine Stellungnahme zum Ergebnispapier „Ein Strommarkt für die Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Weißbuch) abgegeben.

Der genossenschaftliche Verbund begrüßt die mit dem Konsultationsverfahren angestoßene Debatte, sieht aber auch weiteren Handlungsbedarf insbesondere bei der Weiterentwicklung  des Bilanz- und Ausgleichsenergiesystem und der Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes.

Genossenschaftliche Energieversorgungsunternehmen sind überwiegend kleine und mittlere Unternehmen und als Bilanzkreisverantwortliche aufgrund der hohen Kosten für Ausgleichsenergie einem großen Insolvenzrisiko ausgesetzt. Deswegen sind für diese energiegenossenschaftliche Gruppe geeignete Maßnahmen, die das Bilanz- und Ausgleichsenergiesystem weiterentwickeln und die Menge der Ausgleichsenergie verringern, von großer Bedeutung.

Viele Energiegenossenschaften sind im Bereich der dezentralen Objekt- und Quartiersversorgung aktiv und liefern als Contractoren Strom und Wärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) in Wohngebäude und -quartiere, Krankenhäuser, Kommunen oder soziale Einrichtungen. Die Objekt- und Quartiersversorgung durch KWK-Anlagen und dessen Potential für die urbane Energiewende werden im Weißbuch leider nicht aufgegriffen. Stattdessen sollen diese Möglichkeiten im Rahmen der laufenden KWK-G-Novelle stark eingeschränkt werden.

Deswegen wird sich die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften im Rahmen der laufenden KWK-G Novelle für eine ausgewogene Fortführung solcher Projekte einsetzen.

Die vollständige Stellungnahme zum Weißbuch finden Sie hier.

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