Internationaler Tag der Genossenschaften

Genossenschaften fördern Chancengleichheit

„Genossenschaften fördern Chancengleichheit“ – unter diesem Motto wird am morgigen Samstag weltweit der Internationale Tag der Genossenschaften gefeiert. „In vielen Ländern der Welt verhindern Armut und ungleiche Startbedingungen eine breite wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Genossenschaften können diesen gesellschaftlichen Benachteiligungen entgegenwirken“, sagt Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV.

„Chancengleichheit war schon immer eine Triebfeder für die Gründung von Genossenschaften. Das hat die Genossenschaftspioniere Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch vor 160 Jahren genau so bewegt wie die Gründer von Genossenschaften in der heutigen Zeit“, so Ott weiter. Mit Energiegenossenschaften können auch Menschen mit geringeren Einkommen gemeinsam die Energiewende gestalten. Unternehmer verbessern durch genossenschaftliche Kooperation ihre Marktposition gegenüber großen Konkurrenten. Und in vielen strukturschwachen Regionen übernehmen Einwohner gemeinsam Aufgaben der Daseinsvorsorge. Allein in den vergangenen 5 Jahren sind in Deutschland über 1.000 Genossenschaften gegründet worden, die mehr als 100.000 Menschen vereinigen.

Nach Angaben des Internationalen Genossenschaftsbundes ICA sind weltweit 2,6 Millionen Genossenschaften mit einer Milliarde Mitgliedern in den verschiedensten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen tätig. Sie bieten etwa 250 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz. Auch in Deutschland fördern etwa 8.000 Genossenschaften ihre 21 Millionen Mitglieder.

Der Internationale Tag der Genossenschaften wird seit 1923 jeweils am ersten Samstag im Juli begangen. Die UNO und ICA weisen mit diesem Ehrentag auf die besondere Bedeutung der Genossenschaften für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung hin.

PM 03.07.2015 Internationaler Tag der Genossenschaften.pdf

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