DGRV.de > Aktuelles > 11/07/2013


Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften eröffnet

Interessenvertreter für 700 Energiegenossenschaften mit 150.000 Mitgliedern


Die neue „Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften“ vertritt die Interessen von 700 Energiegenossenschaften mit 150.000 Mitgliedern. Getragen wird die Einrichtung vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband gemeinsam mit den genossenschaftlichen Regionalverbänden. „Mit der Bundesgeschäftsstelle ist in Berlin ein zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit geschaffen worden. Wir unterstützen die Energiegenossenschaften zusammen mit unseren Mitgliedsverbänden auch bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle“, sagt der Vorstandsvorsitzende des DGRV, Dr. Eckhard Ott.

Viele Verantwortliche in den Energiegenossenschaften arbeiten auf ehrenamtlicher Basis. Im Tagesgeschäft bleibt kaum Zeit für Interessenvertretung, Öffentlichkeitsarbeit oder die Professionalisierung der Geschäftstätigkeit. Hier setzt die Arbeit der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften an. Sie unterstützt konkret die Genossenschaftsverbände vor Ort, die die neuen Genossenschaften von Anfang an in rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fragen beratend begleiten. Die Bundesgeschäftsstelle greift zudem auf das Know-how der gesamten genossenschaftlichen Gruppe zurück.

Die Anzahl der Energiegenossenschaften steigt trotz der unsicheren Rahmenbedingungen auch im Jahr 2013 weiter an. Die Gründungszahlen liegen in etwa auf dem Vorjahresniveau, 2012 wurden insgesamt 150 Eintragungen gemeldet. Damit sind etwa 90 Prozent der Energiegenossenschaften allein in den letzten fünf Jahren errichtet worden. Von der Strom- und Wärmeproduktion, über Energieversorgung und Netzbetrieb bis hin zu Themen wie Energievermarktung und -effizienz: Energiegenossenschaften ermöglichen eine bürgernahe Energiewende, mit positiven Effekten für Kommunen und die regionale Wirtschaft.

Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben. „Energiegenossenschaften benötigen vor allem einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen. Für aktuelle Herausforderungen wie Direktvermarktung und Mitgliederversorgung müssen langfristig tragfähige Voraussetzungen geschaffen werden“, so Ott weiter.

Pressemitteilung_07.11.2013.pdf

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