Neue Gründerfibel: Genossenschaften für den Mittelstand


Größenvorteile nutzen, Spielräume erweitern, Selbständigkeit sichern

Wie Mittelständler von genossenschaftlicher Kooperation profitieren

Der Mittelstand ist Herz und Motor der deutschen Wirtschaft: Etwa 3,7 Millionen kleine und mittlere Unternehmen sowie über vier Millionen Selbstständige in Handwerk, Gewerbe, Handel, Tourismus, Dienstleistungen und den freien Berufen prägen die Vielfalt des deutschen Mittelstandes. Sie erzielen rund 39 Prozent aller steuerpflichtigen Umsätze, stellen über 60 Prozent der Arbeitsplätze bereit und bilden über 80 Prozent aller Auszubildenden aus. Dieser unternehmerische Erfolg wird auf der ganzen Welt als »German Mittelstand« bewundert. Innovativ, verantwortungsbewusst und flexibel, so lauten die Erfolgskriterien. Nicht zuletzt hat der Mittelstand wesentlich dazu beigetragen, dass die deutsche Wirtschaft vergleichsweise gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen ist.

Doch viele mittelständische Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: Ein zunehmender internationaler Wettbewerb, immer kürzere Produktlebenszyklen, Kostendruck und steigende Konsumentenerwartungen sind hierfür nur einige Schlagworte. Die Wettbewerbsnachteile gegenüber Großunternehmen wie etwa geringere Finanzkraft und personelle Ressourcen müssen durch ein Mehr an Innovation und Dynamik ausgeglichen werden. In diesem Spannungsfeld entdecken immer mehr mittelständische Unternehmen die Vorteile der Kooperation, auch in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft.

Vom Maschinenbauunternehmen über das Reisebüro bis hin zum Softwareentwickler – kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler und Handwerker aus allen Branchen und Bereichen kooperieren in Genossenschaften, um gemeinsam günstige Einkaufskonditionen zu erreichen oder Kosten zu teilen. Mit Genossenschaften wird ein Know-how-Transfer ermöglicht, ein gemeinsamer Marktantritt organisiert oder ein gemeinsames Qualitätssiegel etabliert. Auch eine gemeinsame Administration bzw. das Outsourcing von betrieblichen Aufgaben, wie z. B. die Buchhaltung, der Laborbetrieb, die Datenbankpflege oder Zentralregulierung und Delkredere, ist ein beliebtes Motiv für die genossenschaftliche Kooperation.

Für Mittelständler ist die Genossenschaft vor allem zu empfehlen, weil in der Gemeinschaft Größenvorteile genutzt werden können, ohne die eigene Selbstständigkeit und die flexiblen Möglichkeiten aufgeben zu müssen. Durch die demokratische Unternehmensverfassung ist stets eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gewährleistet. Da der Zweck einer Genossenschaft die direkte Förderung der Mitglieder ist, werden die Entscheidungen immer im Interesse und zum Vorteil der beteiligten Unternehmen getroffen. Das unterstützt eine nachhaltige Unternehmensstrategie in der Kooperation.

Die Broschüre ist als elektronische Version unter www.dgrv.de und www.neuegenosssenschaften.de abrufbar. Für 0,90 Euro zzgl. MWSt. kann sie über hampe@dgrv.de bezogen werden (Mindestabnahme 20 Exemplare).





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