Europäische Kommission gründet Arbeitsgruppe zur Förderung von Genossenschaften

Mit dem Ziel, Genossenschaften in Europa zu stärken und ihnen – besonders in Krisenzeiten – den Zugang zu Märkten und ein nachhaltiges Wachstum zu erleichtern, hat die Europäische Kommission die Arbeitsgruppe „Fostering cooperatives` potential to generate smart growth“ (Förderung des Genossenschaftspotentials zur Generierung nachhaltigen Wachstums) ins Leben gerufen. Die Gruppe soll eine Plattform für den Austausch und die Verbreitung guter Genossenschaftsbeispiele bieten und Handlungsempfehlungen für die europäischen Mitgliedstaaten erarbeiten.

Die erste Arbeitsgruppensitzung wird am 10. Juli 2013 im Hauptsitz der Europäischen Kommission im Brüsseler Berlaymont-Gebäude stattfinden. Ziel dieses ersten Termins ist es, die besonderen Bedürfnisse genossenschaftlicher Unternehmen vor allem hinsichtlich gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie finanzieller und wirtschaftlicher Unterstützung herauszuarbeiten. Darüber hinaus werden Themen wie bspw. die Bekanntmachung des genossenschaftlichen Modells unter Jugendlichen oder die zunehmende Internationalisierung diskutiert. In den kommenden 12 Monaten sollen dann Lösungsvorschläge für diese Themen erarbeitet werden.

Die Arbeitsgruppe ist hochrangig besetzt. Auf Einladung von Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, nehmen die Präsidenten der genossenschaftlichen Dachorganisationen aller EU-Mitgliedstaaten, der europäischen Sektorenverbände sowie der europäischen Dachorganisation Cooperatives Europe teil. Der DGRV wird die deutsche Genossenschaftsorganisation vertreten. DGRV-Vorstandsmitglied Dirk J. Lehnhoff wird zudem in seiner Funktion als Präsident von Cooperatives Europe in der Arbeitsgruppe mitarbeiten.

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