Konsumgenossenschaften

Konsumgenossenschaften sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Ob „Konsum“, „Co op“ oder ganz anders – immer geht es um den Zusammenschluss von Verbrauchern zum gemeinsamen Einkauf. Dabei übernimmt die Genossenschaft die Funktion eines klassischen Einzelhandelsunternehmens, das heißt die Beschaffung der Waren im Großhandel und den Verkauf an die Verbraucher in eigenen Ladenlokalen. Meist kann in diesen Geschäften jeder Interessent einkaufen. Durch die Mitgliedschaft gewinnt der Verbraucher Mitbestimmungsrechte, die es ihm gestatten, die Geschäftspolitik zu beeinflussen.
Natürlich müssendie Konsumgenossenschaften wie alle Anbieter im hart umkämpften deutschen Einzelhandel bestehen. Sie setzen bei den angebotenen Produkten auf Qualität und Frische sowie auf feste Lieferbeziehungen mit Produzenten aus der jeweiligen Region.
Zahlreiche Initiativen zeigen, dass mit dem genossenschaftlichen Konzept Lücken im Angebot geschlossen werden können, die weit über die Waren des täglichen Bedarfs hinausgehen. Naheliegend ist die genossenschaftliche Organisation von speziellen Einzelhandelskonzepten wie Dritte-Welt-Läden, Bioläden, Online-Shops und Spezialversendern.
Die Tageszeitung taz ist seit 1992 eine Genossenschaft. Mehr als 16.700 Leser und Mitarbeitende sichern seitdem die wirtschaftliche und publizistische Unabhängigkeit „ihrer“ Zeitung.
Einige freie Schulen haben den Schulträger als Genossenschaft organisiert. Sie setzen auf die verlässlichen Rahmenbedingungen dieser Rechtsform, um das eingebrachte Kapital professionellzu verwalten und dem Schulbetrieb die notwendige Stabilität zu verleihen.

Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. organisiert vornehmlich Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften, deren Mitglieder nicht gewerblich oder landwirtschaftlich tätig sind. Die Hälfte der Mitgliedsgenossenschaften wurde in den letzten Jahren gegründet. Die Interessen dieser jungen und meist kleinen Genossenschaften werden durch den Verband aktiv vertreten.

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