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Gewerbliche Genossenschaften

Gewerbliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften

Die gewerblichen Genossenschaften haben sich zu einer zentralen Stütze der deutschen Volkswirtschaft entwickelt. In einer Zeit, in der nahe zu alle Märkte durch einen verschärften Wettbewerb und durch einen ausgeprägten Konzentrationsprozess gekennzeichnet sind, wird die Genossenschaft zur elementaren Kraftquelle für den Mittelstand. In mehr als 45 Branchen des Handwerks, des Handels sowie der freien Berufe sichern 1.332 gewerbliche
Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften Beschäftigung und Wertschöpfung und schaffen damit die Grundlage für Vielfältigkeit und Wettbewerb in Deutschland.

Es ist die Grundidee der gewerblichen Genossenschaften, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder – Händler, Handwerker und Freiberufler – zu fördern. Dieses ermöglicht die genossenschaftliche Kooperation, indem sie unternehmerische Schaffenskraft mit gemeinschaftlicher Stärke verbindet. So bleibt der Unternehmer auf der einen Seite flexibel, selbstständig und selbst bestimmt – niemand weiß schließlich besser, worauf es bei den Kunden vor Ort ankommt. Auf der anderen Seite bietet die Genossenschaft Halt, Stabilität und Stärke. Eine wissenschaftliche Studie des MITTELSTANDSVERBUNDES konnte klar belegen: Kooperierende Unternehmen haben ein geringeres Insolvenzrisiko als Einzelgänger. Durch die modernen Kooperationskonzepte ihrer Zentrale erlangen die Genossenschaftsmitglieder Skalen-, Knowhow- und Verbundvorteile, die ihnen im Wettbewerb einen wichtigen Vorsprung verschaffen.

Unternehmenskooperationen als hochkomplexe, innovative Verbundgruppen

So präsentieren sich gewerbliche Genossenschaften heute als komplexe, innovative Verbundgruppen mit vielfach internationalen Aktivitäten. Ihr Leistungsangebot umfasst neben einem marktgerechten Warensortiment das gesamte Spektrum betriebswirtschaftlicher und unternehmenspolitischer Tätigkeiten. Dazu gehören die weltweite Erschließung neuer Märkte, die Anwendung neuer Informations- und Kommunikationssysteme, vielfältige Marketingaktivitäten sowie die Durchführung rationeller Logistik. Beratungs- und Weiterbildungsprogramme runden die Dienstleistungspalette ab.
Die gewerblichen Genossenschaften arbeiten entsprechend ihrer Aufgabenstellung lokal, regional, bundesweit und verstärkt auch international. Regional tätige Genossenschaften arbeiten in Zentralgenossenschaften zusammen, bundesweit tätige sind häufig in europäische Kooperationen eingebunden.

Tätigkeitsfelder der gewerblichen Genossenschaften

Gewerbliche Genossenschaften sind insbesondere in folgenden Sparten aktiv:
- Nahrungs- und Genussmittelhandel,
- Konsumgüterhandel,
- Nahrungsmittelhandwerk und
- Nichtnahrungsmittelhandwerk.

In der Bundesrepublik existieren darüber hinaus sieben Zentralgenossenschaften; von diesen entfallen zwei auf den Handel und fünf auf das Handwerk.

DER MITTELSTANDSVERBUND (ZGV) hat als Unternehmensverband den Auftrag, die ihm angeschlossenen Kooperationen zu fördern und bei der Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Verbundgruppen mitzuwirken. Das Ziel der Verbandspolitik ist, strukturbedingte Nachteile der Klein- und Mittelbetriebe gegenüber den Großbetriebsformen auszugleichen.